Aug 04

Wenn in wenigen Wochen in Deutschland wieder das Wintersemester beginnt, können sich auch die Berufsakademien und dualen Hochschulen über besonders hohe neue Studierendenzahlen freuen. Der Grund: Seit Jahren boomt das duale Studium. Immer mehr Schulabgänger interessieren sich für den Mix aus Ausbildung/ Praxiszeit im Unternehmen und Studium. Nachdem wir in diesem Blog ja auch schon auf ein Linguistik Studium eingegangen sind, geben wir mit diesem Artikel einen Einblick in das Thema „duales Studium“ am Beispiel der Hotel- und Gesundheitsbranche.

Allgemeines zur Branche

Die Touristik- und Gesundheitsbranche erlebt seit den letzten Jahren großen Aufschwung. Es lohnt sich also wieder eine Ausbildung im Hotelfachgewerbe, da die Zukunftsprognosen gerade im Hotel und Gastgewerbe als sehr gut einzuschätzen sind. Auch in der Gesundheitswirtschaft wird vermehrt das neue Studienmodell angeboten, zum Beispiel als duales Studium Pflegewissenschaft.

Neben der oben erwähnten herkömmlichen Berufsausbildung im Hotelfachgewerbe gibt es auch immer öfter die Möglichkeit eines dualen Studienganges. Dieser verbindet einen 7-semestrigen Studiengang “Bachelor of Arts – Hotel- und Tourismusmanagement“ mit den IHK-Ausbildungsberufen Hotelkauffrau/-mann”, “Hotelfachfrau/-mann” oder “Kauffrau/-mann für Tourismus und Freizeit” und bietet somit ein hohes Maß an Qualifikation für die Absolventen.
Zugangsvoraussetzung für ein duales Studium ist die Fachhochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife. Neben der schulischen Grundvoraussetzung sollten jedoch auch persönliche Merkmale wie hohe Belastbarkeit, Teamfähigkeit, Mobilität und Flexibilität sowie natürlich Spaß und Freude am Umgang mit Kunden mitgebracht werden.
Bei einem dualen Studium studiert man und macht seine Lehre gleichzeitig. Man schließt mit seinem Betrieb den Ausbildungsvertrag ab und der Betrieb sorgt für angemessene Vergütung als auch die Übernahme der Studiengebühren, was natürlich auch die Chancen einer Übernahme nach der Ausbildung bei diesem Unternehmen steigert. In kleinen Vorlesungsgruppen wird der Lehrstoff an der Fachhochschule durch praxiserfahrene Professoren vermittelt und durch die ideale Kombination von Theorie und praxisorientierter Anwendung ist die Motivation der Studenten sehr hoch.

Nachteile eines dualen Studiums ist das dem Studierenden kein Anspruch auf Bafög zusteht sowie keine Semesterferien zum Lernen, was heißt dass der Lehrstoff sowohl für das Studium als auch für die IHK-Abschlussprüfung in den ca. 30 Urlaubstagen pro Jahr abgearbeitet werden muss.

Durch die hohen Übernahmequoten der Unternehmen, die sehr gute Qualifizierung, welche eine solide Basis für das weitere berufliche Leben darstellt, und die guten Prognosen in der deutschen Touristik kann es auf jeden Fall ratsam sein sich mit dem Gedanken an ein duales Studium im Hotelfachgewerbe bei der Berufsorientierung und Berufsfindung auseinander zu setzen.

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